Über uns
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Warum heißt die Galerie Ei Galerie Ei? Ein profaner Grund: Unsere Adresse Göhrener Straße wird von den Anwohnern niemals mit Göhrener Straße, sondern immer mit Göhrener Ei angegeben. Wegen seiner halbrunden Form, die die Ortsfremden oft gar nicht wahrnehmen. Im Juni 1910 - also vor 100 Jahren - bekam diese kleine unaufgeregte Straße zwischen den beiden Szene-Treffpunkten um den Kollwitz-  und Helmholtzplatz ihren Namen. Der zweite und damit doppelte Grund für unseren Namen: Das Ei ist eine weibliche Keimzelle. Und die Galerie Ei wird von zwei Frauen geprägt. In der christlichen Mythologie steht das Ei gemeinhin für Geburt, Lebendigkeit, Fruchtbarkeit. In der griechischen Mythologie heißt es, dass das Universum aus sieben Eiern entstand, sechs goldenen und einem aus Eisen.

Die Bezüge sind also vielfältig - so wie das künstlerische Spektrum, das wir in unseren vier Wänden künftig präsentieren wollen.

Was will die Galerie Ei? Im trubeligen Kiez zwischen Danziger und Stargarder, Prenzlauer und Schönhauser eine Art verkehrsberuhigte Zone sein. Wir wünschen uns Besucher, die das Staunen noch nicht verlernt haben, die mit offenen Augen und Herzen schauen, Freude empfinden, zum Widerspruch herausgefordert werden, ohne Schwellenangst die Begegnung mit Kunst und Künstlern suchen. Denn, so notierte Ernst Barlach :  "Zu jeder Kunst gehören zwei: einer, der sie macht, und einer, der sie braucht."

Unsere erste Ausstellung deutet das Spektrum an, in dem wir uns bewegen wollen: Malerei, Grafik, Plastik, Fotografie. Figürliches und Abstraktes haben dabei gleichermaßen Raum. In Zusammenarbeit mit Berlins Kunsthochschulen planen wir, zu jeder Ausstellung auch Arbeiten von Studenten zu präsentieren - eine Art Investition in die Zukunft. Es geht uns nicht um Ismen oder künstlerische Schulen, nicht um die neueste Mode oder Künstler, die gerade in aller Munde sind. Wir wollen unsere Freude an Kunst, mit der man leben kann, die man in seinen eigenen vier Wänden gern zu Gast hat, mit Ihnen teilen.